Knapp 18’000 Facebook-Fans. Und jetzt, wie weiter?

In meinem letzten Blog habe ich den Aufstieg Obermuttens zum berühmtesten Dorf der Schweiz illustriert. Ich habe Gründe für den bemerkenswerten Erfolg der Marketing-Kampagne “Einbündnerung” von Graubünden Ferien mit Jung von Matt/Limmat zusammengetragen und versucht, die Mechanismen ihrer Marketing-Strategie zu ergründen.

Obermutten und die Kampagnenführer können sich in der Folge über eine effektive, virale Verbreitung, tausende Fans und mediale Präsenz rund um den Globus freuen. Doch es gilt: Dranbleiben. Die Fans müssen bei Laune gehalten werden. Was tut Obermutten auf seiner Facebook-Fanseite konkret, damit die Fans nicht abspringen? Die Bestrebungen, die in diese Richtung unternommen werden zeigen sich abwechslungsreich, authentisch und sympathisch, kurz: Die Unterschrift der Urheber der Kampagne ist erkennbar: Viel Interaktion und Emotion.

So konnten Fans durch Abgabe eines Kommentars (mit Nennung der gewünschten Farbe), an der Verlosung eines selbstgestrickten, personalisierten Schals teilnehmen. Ähnlich gelagert war ein anderer Wettbewerb. Gewonnen hat die obermuttner Tasche derjenige, wer mit einem Foto einer kaputten Tasche beweisen konnte, dass er dringend eine neue Tasche benötigt. Aber auch ein selbstgemachtes Puzzlespiel, mit Bilder von Obermutten wurde verschenkt.

Wer braucht dringend eine neue Tasche? (Screenshot, Quelle: http://www.facebook.com/obermutten)

Gemeinsam ist allen Aktionen, dass die Fans aktiv am Geschehen auf der Fanseite mitwirken. Zusammen mit den Betreibern der Fanseite werden so Inhalte erstellt, die ihrerseits wieder zu Unterhaltungen anregen können. Die Fans sind damit keine reinen Konsumenten von Promotionsangeboten, sondern sind selbst zentrale Produzenten von Inhalten, womit die Bindung zur Fanseite und zum Produkt (hier Obermutten) gefestigt wird.

Zudem handelt es sich nicht um normale Promotionsangebote. Meist fliesst eine gehörige Portion Persönlichkeit in die Produkte, die über Facebook verschenkt werden. Vieles machen die Obermuttener in Handarbeit. Neben der Authentizität und Sympathie, welche selbstgemachte Produkte ausstrahlen, kontrastieren sie mit der meist kühlen, unpersönlichen Welt des Internets. Dieser Kontrast fällt auf und spricht zweifellos viele Menschen  an.

Der Schal ging nach Südkorea (Screenshot, Quelle: http://www.facebook.com/obermutten)

Fazitär ist festzustellen, dass hier verstanden wurde, worum es beim Social Media Marketing geht. Nämlich darum, der Kerngedanke sozialer Netzwerke, die Interaktion, aufzugreifen und für Marketingzwecke zu nutzen. Dies wird durch aktive Einbindung der Fans und grosse Kommunikationsbereitschaft erreicht. Schliesslich macht die ganze Facebook-Seite einen symphatischen, glaubwürdigen und authentischen Eindruck. Die persönliche Note dabei, die einen zentralen Aspekt der Marketingstrategie bildet, tut das Übrige für einen erfolgreichen Auftritt.

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1 comment so far

  1. […] sondern eine renommierte Agentur dahintersteckte. (Obermutten war übrigens schon hier und hier in unserem Blog Thema.) Auf dem Blog von Su Franke stellten jedenfalls einige Kommentierende […]


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